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Samstag, 13. Oktober 2018

Herbstpause im Kanton Neuenburg, Schweizer Jura

Nach dem Sturm kommt glücklicherweise meistens eine kleine Pause; diese verbrachte ich im Tal von la Sagne, genauer in Les Ponts-de-Martel, wo ich die Täler von la Brévine und vom Val-de-Travers wieder erkundete. In Les Ponts-de Martel hielt ich mich auch wieder eine Zeit in dem Marais Rouge. Dies ist ein Hochmoor, das nach der Gletscherschmelze nach der grossen Eiszeit vor 12'000 Jahren entstand. Obwohl das Juragebirge auf porösem Sandstein ruht, liegt in der alten Gletschermoräne, die dieses Tal bildet, Mergel. Dieser Stein ist aber wasserdicht und Wasser sammelte sich an. Allmählich siedelten sich Wasserpflanzen an, das Ökosystem blieb aber sehr nährstoffarm und Torfmoos konnte sich ansiedeln. Dieses Moos ist sehr genügsam und kann mit grosser Feuchtigkeit perfekt gedeihen. Langsam entstand ein auf Torfmoos ruhendes Ökosystem, das Hoch- oder Torfmoor. Warum hoch? In der Mitte vom Moor ist es feuchter und dementsprechend wächst das Torfmoos besser; im Laufe der Jahre wird das Moor eine Art Hügelchen. In son einem besonderen Ökosystem findet man ganz bestimmte Pflanzen, die in nährstoffarmen Gebieten zurechtkommen: die Birke, die Föhre, der Bärlapp, das Blutwurz oder das Blutauge, Erikas (Heidel- und Preiselbeeren, Rauschbeeren, Binsenheide), Seggen, Wollgras, Sumpf-Weidenröschen und natürlich Torfmoos und andere Moose und Franen. Dort wachsen auch besondere Pflanzen: der Sonnentau und die Krugpflanze, die nicht nur sich aus dem Boden Nährstoffe holen, sondern auch Insekten fangen, um sie zu verdauen. 
Während der Wanderungen konnte ich Fotos machen und auch live zeichnen. Hier sind die ersten Bilder, die entstanden.

Erste Weihnachtsstimmung an einem Abend.

Moos, Fliegenpilz, Maulbeerblätter, Hagebutten und Vogelbeeren in Herbst.

Silberdistel, Samen und Gräser.

Bärlapp in dem Marais Rouge, in Les Ponts-de-Martel.















Hagebutten und Blätter der wilden Rose.













































Samstag, 25. August 2018

Heimatsgefühle

La Vue-des-Alpes ist einer meiner Lieblingsorte im Juragebirge. Obwohl man noch nah an der Zivilisation ist, ist man trotzdem schon in der Natur. Bei schönem Wetter hat man eine schöne Sicht auf die Alpen, je nach Lust und Laune kann man auf dem Bergkamm wandern und im Herbst ist das Licht echt besonders.  Die Sträucher und und kleinen Bäume tragen ihre Früchte und die Blätter färben sich langsam gelb und rot. Diese gelbroten Tupfen mischen sich zu den roten und schwarzen Früchten und Beeren in der Herbstsonne gebadet. Aber dort ist es auch im Winter schön: Mansche Früchte wie die Hagebutte hängen noch an den mit Schnee bedeckten gefrorenen Ästen. Es sieht einfach so still und ruhig aus, dass es einen beruhigt!

Haus über la Vue-des-Alpes; das gleiche Haus habe ich schon mit Aquarell und mit Tusche gezeichnet.