Sonntag, 17. Februar 2019

Distelfink im Winter

Im Winter geht es ums Überleben: Was werde ich essen? Nicht oft heb ich das Glück gehabt, einen Distelfink in freier Wildbahn zu beobachten. Das erste Mal war es tatsächlich bei der Arbeit im Winter. Ich schaute durchs Fenster, weil Piepser meine Aufmerksamkeit gewonnen hatten, und da waren sie, auf einer Distel. Einige Jahre später konte ich wieder welche in Wales, dann in den Dolomiten beobachten. Immer sieht er wie ein kleiner lustiger Papagei aus!

Distelfink auf Disteln im WInter, Softpastell.

Freitag, 4. Januar 2019

Weihnachtsstimmung

Weihnachten bleibt ein Fest des Lichtes, bei dem man gerne Kerzen, Laternen und Naturkränze als Dekorationen hat. In dieser dunklen Jahreszeit ist jeder froh, wenn er Licht ins Haus bringen kann und mir geht es genau so. Ein solches Bild zu zeichnen, gibt es mir Kraft erwärmt meine Seele!

Laterne und Früchte, Softpastellkreiden.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Willkommener Herbst

Nach einem langen indischen Sommer meldet sich endlich der Herbst; die Temperaturen steigen ab und der Regen setzt ein. Für die Zugvögel, die noch etwas zum Fressen fanden, wird es langsam Zeit zu gehen. Je nach Zielernährung bleiben die Vögel oder auch nicht. Die Insektenfresser wie die Schwalben fliegen nach Süden, weil sie nichts mehr finden, während die Allesfresser oder Früchtenfresser wie die Meisen gemütlich hier bleiben und sich aus Nüssen und Herbstfrüchten ernähren. Das Rotkehlchen ist besonders: Er könnte bleiben und somit sein Revier ganzjährig verteidigen, aber der Winter könnte ihm zur Falle werden. Tatsächlich fliegen sie nicht alle weg, aber bleiben auch nicht alle unter unseren Breitengraden. Deswegen können wir hier und da ein Rotkehlchen auf einem Mehlbeerbaum oder Rosenstrauch im Winter beobachten. Jetzt sind die Männchen relativ ruhig; kommt aber im Frühling zurück. Es könnte wild abgehen!

Rotkehlchen auf einem Mehlbeerbaumzweig.

Samstag, 13. Oktober 2018

Herbstpause im Kanton Neuenburg, Schweizer Jura

Nach dem Sturm kommt glücklicherweise meistens eine kleine Pause; diese verbrachte ich im Tal von la Sagne, genauer in Les Ponts-de-Martel, wo ich die Täler von la Brévine und vom Val-de-Travers wieder erkundete. In Les Ponts-de Martel hielt ich mich auch wieder eine Zeit in dem Marais Rouge. Dies ist ein Hochmoor, das nach der Gletscherschmelze nach der grossen Eiszeit vor 12'000 Jahren entstand. Obwohl das Juragebirge auf porösem Sandstein ruht, liegt in der alten Gletschermoräne, die dieses Tal bildet, Mergel. Dieser Stein ist aber wasserdicht und Wasser sammelte sich an. Allmählich siedelten sich Wasserpflanzen an, das Ökosystem blieb aber sehr nährstoffarm und Torfmoos konnte sich ansiedeln. Dieses Moos ist sehr genügsam und kann mit grosser Feuchtigkeit perfekt gedeihen. Langsam entstand ein auf Torfmoos ruhendes Ökosystem, das Hoch- oder Torfmoor. Warum hoch? In der Mitte vom Moor ist es feuchter und dementsprechend wächst das Torfmoos besser; im Laufe der Jahre wird das Moor eine Art Hügelchen. In son einem besonderen Ökosystem findet man ganz bestimmte Pflanzen, die in nährstoffarmen Gebieten zurechtkommen: die Birke, die Föhre, der Bärlapp, das Blutwurz oder das Blutauge, Erikas (Heidel- und Preiselbeeren, Rauschbeeren, Binsenheide), Seggen, Wollgras, Sumpf-Weidenröschen und natürlich Torfmoos und andere Moose und Franen. Dort wachsen auch besondere Pflanzen: der Sonnentau und die Krugpflanze, die nicht nur sich aus dem Boden Nährstoffe holen, sondern auch Insekten fangen, um sie zu verdauen. 
Während der Wanderungen konnte ich Fotos machen und auch live zeichnen. Hier sind die ersten Bilder, die entstanden.

Erste Weihnachtsstimmung an einem Abend.

Moos, Fliegenpilz, Maulbeerblätter, Hagebutten und Vogelbeeren in Herbst.

Silberdistel, Samen und Gräser.

Bärlapp in dem Marais Rouge, in Les Ponts-de-Martel.















Hagebutten und Blätter der wilden Rose.













































Samstag, 25. August 2018

Heimatsgefühle

La Vue-des-Alpes ist einer meiner Lieblingsorte im Juragebirge. Obwohl man noch nah an der Zivilisation ist, ist man trotzdem schon in der Natur. Bei schönem Wetter hat man eine schöne Sicht auf die Alpen, je nach Lust und Laune kann man auf dem Bergkamm wandern und im Herbst ist das Licht echt besonders.  Die Sträucher und und kleinen Bäume tragen ihre Früchte und die Blätter färben sich langsam gelb und rot. Diese gelbroten Tupfen mischen sich zu den roten und schwarzen Früchten und Beeren in der Herbstsonne gebadet. Aber dort ist es auch im Winter schön: Mansche Früchte wie die Hagebutte hängen noch an den mit Schnee bedeckten gefrorenen Ästen. Es sieht einfach so still und ruhig aus, dass es einen beruhigt!

Haus über la Vue-des-Alpes; das gleiche Haus habe ich schon mit Aquarell und mit Tusche gezeichnet.


Freitag, 27. Juli 2018

Doppeltes Porträt

Seit langem hatte ich nicht mehr meine Pastell-Kreiden benutzt. In der sommerlichen Hitze erscchien es mir als geeignetes Mittel, um zu zeichnen. Dabei benutzte ich mindestens 3 verschiedene Bilder, um die geeignete Frisur, die geeignete Position des Gesichtes und weitere Details der Frau zu erhalten. Dazu brauchte ich auch noch ein Bild eines Tigers. Wenn die Frau noch nicht optimal getroffen wurden, sieht es für den Tiger anders aus. Er ist zwar friedlich und ruhig, aber bleibt auf der Hut; seine Ohren bleiben aufmerksam. Wenn man ihn anschaut, kann man sein flauschiges Fell fast unter den Fingern fühlen und das Volum seines mächtigen Körpers wahrnehmen.

Porträt eines Tigers und einer Frau mit Soft-Pastelln.

Montag, 23. Juli 2018

Ferien im Trentin

Der Trentin befindet sich im Norden Italiens, an der österreichischen Grenze. Dort sind die Berge hoch und steil, reich an Felswänden. In dieser Region befindet sich ein grosser Naturpark, in dem Bären wie auch Wölfe anzutreffen sind. Obwohl ich mich oft in den Bergen aufhalte, habe ich noch nie solche Blumenwiesen wie im Dolomita Naturpark gesehen: Eisenhut, gemeinen Germer, gelben Enzian, Pestwurz, Alpen-Hahnenfus, Alpenrosen, Blaubeerensträucher, Erikas, Schafgarben, unzählige Doldenblütler, Alpen-Aster, Gämswurz, Edelweiss, Lilien wie die Turbanlilie, wilde Nelken und noch viele andere Arten. Nie habe ich so viele Hummeln und Bienen summen gehört. Eine richtige Vorratskammer für die Bären ist das! Und die gibt es wirklich, nur dass wir die nicht sehen, sogar im Zoo sorgen sie dafür, dass sie ihre Ruhe vor den Zweibeinern bekommen. 
Mit diesem Betreig will ich mich bei den Leuten dieses Gebietes dafür bedanken, dass sie die Natur respektieren, sie schützen und sie Natur sein lassen. Ja, es gibt Bären, nein, es werden keine Menschen die ganze Zeit angegriffen; es gibt nie das Risiko 0, aber mit Kenntniessen über die Tiere kann man Einiges an gefährlichen Situationen vermeinden. Der Mensch darf nicht alles unterjochen und dort schaffen die Einheimischen es, sowohl eigene Interressen und Tourismus, als auch Umweltschutz zu verteidigen. Für mich ist es ein Zeichen, dass man Einiges im Bereich Umwelt erreichen kann, ohne auf alles verzichten zu müssen, also danke für dieses tolle Beispiel!

Alpenglöckchen, Edelweiss, grosser Enzian und silber Distel.

Ein Distelfink landet auf einer Blume: Der Tisch ist gedeckt!