Sonntag, 28. Oktober 2018

Willkommener Herbst

Nach einem langen indischen Sommer meldet sich endlich der Herbst; die Temperaturen steigen ab und der Regen setzt ein. Für die Zugvögel, die noch etwas zum Fressen fanden, wird es langsam Zeit zu gehen. Je nach Zielernährung bleiben die Vögel oder auch nicht. Die Insektenfresser wie die Schwalben fliegen nach Süden, weil sie nichts mehr finden, während die Allesfresser oder Früchtenfresser wie die Meisen gemütlich hier bleiben und sich aus Nüssen und Herbstfrüchten ernähren. Das Rotkehlchen ist besonders: Er könnte bleiben und somit sein Revier ganzjährig verteidigen, aber der Winter könnte ihm zur Falle werden. Tatsächlich fliegen sie nicht alle weg, aber bleiben auch nicht alle unter unseren Breitengraden. Deswegen können wir hier und da ein Rotkehlchen auf einem Mehlbeerbaum oder Rosenstrauch im Winter beobachten. Jetzt sind die Männchen relativ ruhig; kommt aber im Frühling zurück. Es könnte wild abgehen!

Rotkehlchen auf einem Mehlbeerbaumzweig.

Samstag, 13. Oktober 2018

Herbstpause im Kanton Neuenburg, Schweizer Jura

Nach dem Sturm kommt glücklicherweise meistens eine kleine Pause; diese verbrachte ich im Tal von la Sagne, genauer in Les Ponts-de-Martel, wo ich die Täler von la Brévine und vom Val-de-Travers wieder erkundete. In Les Ponts-de Martel hielt ich mich auch wieder eine Zeit in dem Marais Rouge. Dies ist ein Hochmoor, das nach der Gletscherschmelze nach der grossen Eiszeit vor 12'000 Jahren entstand. Obwohl das Juragebirge auf porösem Sandstein ruht, liegt in der alten Gletschermoräne, die dieses Tal bildet, Mergel. Dieser Stein ist aber wasserdicht und Wasser sammelte sich an. Allmählich siedelten sich Wasserpflanzen an, das Ökosystem blieb aber sehr nährstoffarm und Torfmoos konnte sich ansiedeln. Dieses Moos ist sehr genügsam und kann mit grosser Feuchtigkeit perfekt gedeihen. Langsam entstand ein auf Torfmoos ruhendes Ökosystem, das Hoch- oder Torfmoor. Warum hoch? In der Mitte vom Moor ist es feuchter und dementsprechend wächst das Torfmoos besser; im Laufe der Jahre wird das Moor eine Art Hügelchen. In son einem besonderen Ökosystem findet man ganz bestimmte Pflanzen, die in nährstoffarmen Gebieten zurechtkommen: die Birke, die Föhre, der Bärlapp, das Blutwurz oder das Blutauge, Erikas (Heidel- und Preiselbeeren, Rauschbeeren, Binsenheide), Seggen, Wollgras, Sumpf-Weidenröschen und natürlich Torfmoos und andere Moose und Franen. Dort wachsen auch besondere Pflanzen: der Sonnentau und die Krugpflanze, die nicht nur sich aus dem Boden Nährstoffe holen, sondern auch Insekten fangen, um sie zu verdauen. 
Während der Wanderungen konnte ich Fotos machen und auch live zeichnen. Hier sind die ersten Bilder, die entstanden.

Erste Weihnachtsstimmung an einem Abend.

Moos, Fliegenpilz, Maulbeerblätter, Hagebutten und Vogelbeeren in Herbst.

Silberdistel, Samen und Gräser.

Bärlapp in dem Marais Rouge, in Les Ponts-de-Martel.















Hagebutten und Blätter der wilden Rose.













































Samstag, 25. August 2018

Heimatsgefühle

La Vue-des-Alpes ist einer meiner Lieblingsorte im Juragebirge. Obwohl man noch nah an der Zivilisation ist, ist man trotzdem schon in der Natur. Bei schönem Wetter hat man eine schöne Sicht auf die Alpen, je nach Lust und Laune kann man auf dem Bergkamm wandern und im Herbst ist das Licht echt besonders.  Die Sträucher und und kleinen Bäume tragen ihre Früchte und die Blätter färben sich langsam gelb und rot. Diese gelbroten Tupfen mischen sich zu den roten und schwarzen Früchten und Beeren in der Herbstsonne gebadet. Aber dort ist es auch im Winter schön: Mansche Früchte wie die Hagebutte hängen noch an den mit Schnee bedeckten gefrorenen Ästen. Es sieht einfach so still und ruhig aus, dass es einen beruhigt!

Haus über la Vue-des-Alpes; das gleiche Haus habe ich schon mit Aquarell und mit Tusche gezeichnet.


Freitag, 27. Juli 2018

Doppeltes Porträt

Seit langem hatte ich nicht mehr meine Pastell-Kreiden benutzt. In der sommerlichen Hitze erscchien es mir als geeignetes Mittel, um zu zeichnen. Dabei benutzte ich mindestens 3 verschiedene Bilder, um die geeignete Frisur, die geeignete Position des Gesichtes und weitere Details der Frau zu erhalten. Dazu brauchte ich auch noch ein Bild eines Tigers. Wenn die Frau noch nicht optimal getroffen wurden, sieht es für den Tiger anders aus. Er ist zwar friedlich und ruhig, aber bleibt auf der Hut; seine Ohren bleiben aufmerksam. Wenn man ihn anschaut, kann man sein flauschiges Fell fast unter den Fingern fühlen und das Volum seines mächtigen Körpers wahrnehmen.

Porträt eines Tigers und einer Frau mit Soft-Pastelln.

Montag, 23. Juli 2018

Ferien im Trentin

Der Trentin befindet sich im Norden Italiens, an der österreichischen Grenze. Dort sind die Berge hoch und steil, reich an Felswänden. In dieser Region befindet sich ein grosser Naturpark, in dem Bären wie auch Wölfe anzutreffen sind. Obwohl ich mich oft in den Bergen aufhalte, habe ich noch nie solche Blumenwiesen wie im Dolomita Naturpark gesehen: Eisenhut, gemeinen Germer, gelben Enzian, Pestwurz, Alpen-Hahnenfus, Alpenrosen, Blaubeerensträucher, Erikas, Schafgarben, unzählige Doldenblütler, Alpen-Aster, Gämswurz, Edelweiss, Lilien wie die Turbanlilie, wilde Nelken und noch viele andere Arten. Nie habe ich so viele Hummeln und Bienen summen gehört. Eine richtige Vorratskammer für die Bären ist das! Und die gibt es wirklich, nur dass wir die nicht sehen, sogar im Zoo sorgen sie dafür, dass sie ihre Ruhe vor den Zweibeinern bekommen. 
Mit diesem Betreig will ich mich bei den Leuten dieses Gebietes dafür bedanken, dass sie die Natur respektieren, sie schützen und sie Natur sein lassen. Ja, es gibt Bären, nein, es werden keine Menschen die ganze Zeit angegriffen; es gibt nie das Risiko 0, aber mit Kenntniessen über die Tiere kann man Einiges an gefährlichen Situationen vermeinden. Der Mensch darf nicht alles unterjochen und dort schaffen die Einheimischen es, sowohl eigene Interressen und Tourismus, als auch Umweltschutz zu verteidigen. Für mich ist es ein Zeichen, dass man Einiges im Bereich Umwelt erreichen kann, ohne auf alles verzichten zu müssen, also danke für dieses tolle Beispiel!

Alpenglöckchen, Edelweiss, grosser Enzian und silber Distel.

Ein Distelfink landet auf einer Blume: Der Tisch ist gedeckt!

Sonntag, 10. Juni 2018

Fantasie mit Schmetterlingen

Zwischen Realität und Fantasie schwanken viele Bilder. Meinerseits kommt meistens ein realistisches Bild, egal mit welcher Technik. Einmal wollte ich aber diese beruhigende bekannte Zone verlassen und etwas Neues versuchen. Es war nicht unbedingt einfach und komplett revoluzionierend ist es nicht; aber einen kleinen Schritt konnte ich trotzdem machen. Aus verschiedenen bekannten Bildern konnte ich ein etwas Fantasievolleres entstehen lassen. Mir bin ich treu geblieben, indem ich einheimische Schmetterlinge für den Vordegrund als Vorlage benutzt habe, aber das Ergebnis bleibt etwas Unrealistisches! Wenn die Falter eher frei wirken, bleibt die Frau noch zu unbeweglich, zu steif...

Bläulinge, Schwalbenschwanz und Pfauenangen suchen nach Freiheit!

Dienstag, 29. Mai 2018

Les Prés d'Orvin

Das Jura Gebirge liebe ich über alles; es ist einfach mein zweites Zuhause. Wenn mein Kopf überlastet ist oder wenn ich traurig bin, dann reicht es, einen Ausflug auf den eher rauen und kahlen Felskämmen des Jura Gebirges zu unternehmen. In kurzer Hand werde ich ruhiger, ausgeglichener und mein Kopf fühlt sich einfach wieder freier. Am liebsten habe ich eher einsame Felskämme oder Gipfel, auf denen ich den Kolkraben, den Wanderfalken oder andere Tiere beobachten könnte. Solche Begegnungen können wir nicht vorausplanen, sie geschehen einfach. Aber wenn es passiert, dann ist der Moment richtig wertvoll. Les Prés d'Orvin über Biel ist ein Gebiet, in dem ich mich wohl fühle und das, was ich unten im Mittelland verloren habe, wieder finde: typische Jura Landschaften, Nadelbäume (sie sind weit davon, alle einheimisch zu sein, aber tja), Schnee und kühlere Sommertage. An der CAS-Hütte kommen wir mein Mann und ich relativ oft vorbei. Von Grad hat man eine wunderbare Sicht auf die Alpen und den Chasseral, einen der höchsten Jura-Gipfel.

Die CAS-Hütte über les Prés d'Orvin im Berner Jura.

Montag, 21. Mai 2018

Rote Aras, Boten aus dem Regenwald

Vor beinah sieben Jahren begann ich dieses Bild, ohne dass ich es fertig stellte. Die Farben waren fast alle und in mir kroch die Angst, dasss es nicht reichen würde, um das Bild zu beenden. Also liess ich es liegen und kümmerte mich nicht mehr darum, obwohl eine Freundin mir immer wieder die gleiche Frage stelle:"Wann machst du es fertig, es gefällt mir sehr!" Aber diese Gefühle der ANgst vor dem Misslingen oder sogar dem Versagen liessen mich weiter versteinern, bis ich irgendwie heute den Einfall hatte, wie ich das Ganze beenden könnte, eben wenn die ursprünglichen Farben nicht genügen würden. Tasächlich musste ich einige Anpassungen durchnehmen, aber letztendlich sieht das Bild gut aus und man sieht eine gewisse Einheit drinnen! 
Wenn ich denke, dass ich so viel Angst davor hatte, das Bild zu versauen, lief alles gut. Viele Farben waren doch noch vorhanden und für den Rest liess ich mir Lösungen einfallen. Mir tut es gut, dass ich dieses Gefühl besiegen konnte und ich merke, dass solche Gefühle oft unbegründet auftauchen und lähmend werden können, aber dass man sie auch einfach mit Ruhe aus dem Weg schaffen kann, indem man sich nach einer guten Lösung überlegt!

Rote Aras mit Acrylfarben auf Karton gemalt.






Sonntag, 6. Mai 2018

Andenken an die Ureinwohner Nordamerikas

Die Sioux Indianer heissen eigentlich Oglala und sind in drei Gruppen geteilt: Dakota, Nakota und Lakota. Sioux ist der Begriff, den die Franzosen für diese Menschengruppe fanden, als sie aufeinander stossen. Im 19 Jahrhundert trafen immer mehr Europäer ins Gebiet der heutigen South- und North Dakota. Die Konflikte wurden mit dem Vertrag von 1868 beendet, der den Ureinwohnern ein Grundstück versicherte: ein Reservat. Aber die Ausdehneung der europäischen Bevölkerung ging weiter. Bald wurde auch noch Gold in den Black Hills gefunden. Die Regierung probierte da, das Lakota-Land zu kaufen, was die Ureinwohner nicht einwilligten. So kamen militäre Tuppen, um sie zu verjagen. In 1876 konnten die Lakota die 7. Kavallerie vom General Custer mit ihren Verbündeten (Cheyenne und Arapaho) besiegen. Dies war ihr grösster und letzter Sieg. Ein Jahr später wurden sie bei Fort Robinson zusammengetrieben und ihr berühmter Anführer Crazy Horse ermordet. In Folge dessen wurde die Pine Ridge Reservation in South Dakota errichtet, in der die heutigen Lakota immer noch leben.
Nach den Konflikten probierte die US-Regierung in 1950, die Ureinwohner in die Städt zur Umsiedlung zu bringen. Aber die meisten Versuche gelangen nicht, denn die Kultur der neuen US-Einwohner war zu unterschiedlch von ihrer . Die Meisten kamen ins Reservat zurück. Der gesellschaftiliche zusammenhalt unter den Familienmitgliedern und die Nähe der Natur fehlten den meistens Auswanderern zu viel.
Heute probieren die Lakota, ihre Kultur mit Modernität zu verbinden und ihren Platz in diesem Riesenland zu finden. Wenn sie Einiges ihrer Kultur retten konnten, finden sie noch nicht wirklich einen Weg aus der Armut und kämpfen gegen die Plage des Alkoholismus. Ihr grösster Erfolg im Moment ist im Bereich Kultur vollbracht worden: Seit 1971 existiert das Oglala Lakota College, das nicht nur von Lakota Studenten, sondern auch von anderen Ureinwohnern und Weissen besucht wird. Dies repräsentiert ein Weg für Hoffnung und eine bessere Zukunft.

Nach wie vor bleibt das von den Europäern mitgebrachte Pferd ein wichtiger Bestandteil der heutigen Lakota Kultur.

Elefanten im Abendlicht

Einmal habe ich mich für eine andere Natur entschieden als die von mir bekannt. Anhand von drei Fotos habe ich eine Afrikanische Landschaft entworfen, durch die eine Elefantenkuh und ihr Kind gemächlich ziehen. Das Endergebnis wirkt friedlich, ruhig, fast majestätisch... Wird so ein Anblick weiterhin möglich sein? Wird der Mensch endlich ein  Gleichgewicht mit der Natur finden können? Wird er einen Weg finden, um sich mit den Elefanten das Land zu teilen? Dies ist nicht sicher; die klimatischen Veränderungen, die immer grösser werdende Bevölkerung, die Angst vor von Elefanten zerstörten Lebensressourcen oder die Gier auf Elfenbein bringen die Menschen immer wieder dazu, die Dickhäuter zu erlegen. In manchen Regionen werden die Stosszähne von Rangers abgesägt, um das Interesse an sie abzuschaffen. In anderen Regionen leben vom Krieg traumatisierte Tiere, die vor Erbgutverarmung bedroht sind, weil nur eins bis zwei Bullen und ein Dutzend Kühe einen bewaffneten Konflikt überlebt haben. Um etwas schützen zu können, muss man es kennen und lieben lernen. Mag es eines Tages wahr werden.


Samstag, 17. Februar 2018

Heulende Wölfe mit Bleimine

Manchmal braucht nicht einmal Farben, um Leben in ein Bild zu bringen. Nach einer groben Skizze des gesamten Bilds habe ich die Grundschattenstellen mit relativ harten Minen gezeichnet: Für das gnanz Helle habe ich H2 benutz, für das etwas Dunklere HB. Dann habe ich die ersten Details mit einer B2-Mine hinzugefügt: Auge, dunklere Fellflecken, Bäume und Schattenstellen auf den Bergen. Mit der gleichen Minenhärte habe ich auch Striche ins Fell gezeichnet, um die ersten Fellhaare zu deuten. Zuletzt habe ich 5B und 6B Minen benutzt, um sowohl die dunkleren Haare zu zeichnen, als auch die letzten Details zu verdeutlichen. Am Ende muss man das Ganze mit einem Spray noch fixieren, sonst wird alle bei dem kleinsten Kontakt verwischt!
Heulender Wolf in den Rocky Mountains; dies ist die Zusammensetung von zwei verschiedenen Bildern.

Heulender Wolf.

Dienstag, 6. Februar 2018

Blumen aus Irland

In Irland dominieren einige Farbtöne die Landschaft: das Gelb des Stechginsters, das Hellrosa der Wiesenheide und Erika in den Moorgebieten und das Dunkelrosa der Fuchsien! Durch seine Lage erhielt Irland eine besondere Flora: Manche arktische Blumen sind auf der Insel anzutreffen, sowohl als auch typische Blumen des Kontinents wie die Glockenblume. Manche andere wie der Stechginster sind endemisch. In Irland gibt es auch ganz viele verschidene Ökosysteme: Meeresufer, Süssgewässerufer, Torfmoore, viele Nadelwälder, einige Laubwälder, fette und magere Wiesen und Hecken, die eine wichtige Rolle spielen sowohl für die Fauna, als auch für die Flora. Manche Ökosysteme sind vom Menschen geschaffen wie die fette Wiese, auf der Vieh regelmässig grast. Im Fall werden die Tiere die Entwicklung von vielen Blumen durch ihr Abgrasen verhindern und dadurch die Wiese zu einem neuen Ökosystem werden lassen. An einem Ökosystem ist immer eine bestimmte Flora gebunden, denn der Boden, das Klima und das vorhandene Gestein bestimmen die Arten, die dort überleben können. Hier kann man Glockenblumen und zwei Fuchsienarten sehen; die vierte Blume kann ich nicht bestimmen. Ich habe sie einfach für ihre Schönheit fotographiert und dann gezeichnet. Gerne würde ich aber wissen, was sein könnte!

Typische irische Blumen.

Sonntag, 4. Februar 2018

der König der Savanne, der Löwe

Die Raubtiere sind meistens gefürchtet und unbeliebt, denn sie machen uns, zum Teil zu Recht auch, Angst. Aber sie gehören zu ihrem Ökosystem; ohne sie würden die Kranken Tiere andere Tiere anstecken oder die Herden würden zu gross werden und die Vegetation kahl auffressen. Die Prädatoren sind die Wächter des Gleichgewichts eines Ökosystems und Teil davon. Wenn ein wichtiges Mitglied dieses Ökosystems entfernt/ausgerottet wird, kann es dieses Ökosystem zum Sterben führen. Zu diesen bewunderten und befürchteten Tieren gehört der Löwe. Sein komplexes Sozialleben ist faszinierend und seine Rolle in der Savanne wichtig. Wenn man die Erfurcht vor solchen wilden Tieren nicht verlieren darf und sie sehr gut kennen müsste, um sie von nahem zu beobachten, müsste man sie respektieren und ihnen einen Lebensraum lassen, wie wir es für Bären, Wölfe oder Luchse machen sollten! Mich begeistert ihre ruhige Kraft immer wieder und deswegen bleiben Löwen ein beliebtes Thema für mich!
Löwe mit Acrylfarben.

Montag, 22. Januar 2018

Farbige Fantasie

Der Wolf ist ein Tier, von dem es gesprochen wird. Wenn er jetzt langsam wieder toleriert wird, wurde er lange gefürchtet, gehasst und letztendlich ausgerottet. In anderen Kulturen aber ist er ein mythologisches Tier wie bei manchen amerindianischen Völkern. Bei ihnen gilt er zum Teil als mystisches Vorfahren des Menschen, denn sein soziales Verhalten, sowohl als auch seine Intelligenz an den Menschen erinnert. Mit diesem Bild möchte ich meinen Wünsch zeigen, dass die alten Albträume vergessen werden könnten und man die Natur und ihre wunderbaren Wesen mit einem kritischen und offenen Auge betrachten könnte, ihr einen Platz lassen, damit sie sich auch neben und mit uns entfalten darf. Tatsächlich haben wir nicht das Recht, die Natur zu zerstören...



Heulender Wolf mit wasserlöslischen Farbstiften.

Sonntag, 21. Januar 2018

Ferienerinnerungen

Während der Ferien ist es mir wichtig, viel Zeit in der Natur und draussen zu verbringen. Nur so kann ich mich vom Stress des Arbeitslebens erholen. Die überraschendsten und schönsten male ich gerne nach, einmal wieder zu Hause. Im Tessin sahen wir viele Smaragdeidechsen, die ich Im Jura oder im Mittelland noch nie gesichtet hatte, und in Irland zahlreiche black faces, diese typischen Schafe mit weissem Körper und schwarzem Kopf. Diese bilden kleine weisse Punkte in der Mitte einer dunkelgrünen Landschaft, die vom gelben Stechginster übersät ist.

Black Face im Bog.

Smaragdeidechse.

Winterliche Komposition

Einerseits sieht man den kalten Schnee mit seinen blauen durchsichtigen Reflexen, andererseits den Pilz mit seiner warmen rotorangenen Farbe und den Blaubeerstrauch mit seinen Herbstblättern. Es wirkt wie eine Mischung von Winterruhe und spriessendem Leben!

Pilz spriessend aus dem herbstlichen Schnee.

Das Jura im Winter

Das Juragebirge im Winter kann sehr rau, aber sehr schön sein. Von den höchsten Gipfeln sieht man das Mittelland, meistens mit Nebel bedeckt, und die Alpen am Horizont. Manche Leute haben die alten, traditionellen Steinmauern ohne Zement aufgefrischt, was eine Zuflucht für Zahlreiche Tiere bietet: Eidechsen, Mäuse, Hermeline, Schärmäuse oder Schnecken. Hier und da findet man mit Frostblumen überzogene trockene Pflanzen, gefrorene Hagebutten oder Vogelbeeren und majestätische Weisstannen oder Fichten. Nichts kann für mich die Stille und die Ruhe dieser Orte ersetzen. Es ist meine Lebensquelle, meine innere Kraft...


Felskamm zwischen Tête de Ran und La Vue-des-Alpes.

Winterlich

Für Weihnachten habe ich dieses Mal etwas aus de Natur gewählt, eine Winterlandschaft aus dem Juragebirge. Diese Landschaft widerspiegelt sich in einer Glaskugel mit einer Schleife, was ihr einen kleinen weihnachtlichen Hauch verleiht. Das Kitschige ist nie meine Leidenschaft gewesen und meine Inspiration kommt meistens aus der umgebenden Natur.